Neurologie - Verband der Neurotango® Therapeuten Deutschland e.V.

Verband der Neurotango® Therapeuten für Deutschland e.V.

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Neurologie

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Fachbereich Neurologie
 
Von Lucia Brunson Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Neurologie in Witten/Herdecke, Neurotango® Therapeutin
 
 
Neurologie - was ist das?
 
Die Neurologie ist die Lehre der Nerven. Sie befasst sich mit den Erkrankungen des zentralen, des peripheren Nervensystems und der Muskulatur.
 
Zum zentralen Nervensystem gehören das Gehirn und das Rückenmark.
 
Zu den peripheren Nerven gehören zum Beispiel der Ischias-Nerv und die autonomen Nerven, die den Sympathikus und den Parasympathikus bilden. Die letzten beiden Nervensysteme kümmern sich unter anderem um unbewusste Vorgänge im Körper. Dazu zählen zum Beispiel die Regulation von Blutdruck, Puls, Atmung, der Magen-Darm-Tätigkeit und die Sexualfunktionen.
 
Ein Neurologe oder eine Neurologin befassen sich demnach unter anderem mit
 
           Erkrankungen, die vornehmlich bei der älteren Generation auftreten
 
   - Bewegungsstörungen, wie der Parkinson-Erkrankung
 
   - Demenzerkrankungen, wie der Alzheimer-Erkrankung
 
   - Schlaganfällen, also Durchblutungsstörungen oder Hirnblutungen.
 
           Erkrankungen, die in jeder Altersgruppe auftreten können
 
   - Entzündungen des Nervensystems, wie Multiple Sklerose oder Hirnhautentzündungen
 
   - Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskeln, wie Polyneuropathien
 
   - Bewusstseinsstörungen, wie epileptische Anfälle
 
   - Kopfschmerzerkrankungen, wie Migräne
 
   - verschiedene Schwindelerkrankungen.
 
Davon abgegrenzt werden die psychiatrischen Erkrankungen. Dazu gehören die
 
           - Depressionen
 
           - Borderline-Persönlichkeitsstörungen
 
          - Essstörungen
 
           - Angsterkrankungen
 
           - Psychosen, um einige Beispiele zu nennen.
 
Diese werden von Psychiatern und Psychiaterinnen behandelt.
 
 
Wie wirkt und hilft die Tangotherapie nach der Neurotango®-Trainingsmethode?
 
Neurotango® verbindet komplexe Bewegungsstrategien mit Gleichgewichtsübungen, Kreativität und sportlicher Aktivität.
 
Wichtig dabei ist für die Teilnehmer die Freude an der Bewegung zur Musik und nicht so sehr die Konzentration auf ihre Behinderung. Das garantiert, dass die Teilnehmer gerne und über einen längeren Zeitraum kommen.  Denn nur so kann die körperlich-geistige Fitness bei neurologischen Erkrankungen verbessert und erhalten werden.
 
Beim Neurotango® werden keine komplizierten Schrittfolgen unterrichtet. Der Grundschritt besteht aus der natürlichsten Bewegungsform, dem Gehen.
 
Die Teilnehmer improvisieren, sie gehen schnell, langsam, drehen sich oder bleiben einfach stehen und beginnen dann wieder neu. Sie bewegen sich also aus dem Moment heraus und können so gut auf die Musik, den Partner oder die anderen Tanzpaare reagieren. Das schult die Flexibilität der Bewegungen und des Geistes und fördert die so genannte Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig neu anzupassen und zu lernen. Stehen bleiben und wieder losgehen kommt immer wieder vor und wird so geübt. Auch hier wird die Flexibilität des Geistes und der Bewegung trainiert.
 
Der improvisierende Charakter des Tanzes kommt vor allem der Heilung oder Linderung neurodegenerativen Erkrankungen zugute. Denn bei diesen Erkrankungen werden Fähigkeiten und Dinge verlernt beziehungsweise vergessen, die das Gehirn und die Nerven im restlichen Körper einmal konnten.
 
Zwei bekannte neurodegenerative Erkrankungen sind die Parkinson'sche Erkrankung - im Volksmund auch "Schüttellähmung" genannt - und die Demenz des Typen Alzheimer. Hier wirkt Neurotango(R) besonders gut.
 
Was verändert sich während und nach der Neurotango®-Therapie?
 
Die Beziehung zum Partner/zur Partnerin wird belebt und vertieft.
 
Über das Neurotango®-Training hinaus werden soziale Netzwerke aufgebaut und gestärkt.
 
Die Teilnehmer finden neue Hobbies oder lassen ihre alten wieder aufleben.
 
Das Selbstvertrauen und die Selbstsicherheit werden durch die Erfolgserlebnisse gestärkt. Das heißt, die Teilnehmer bemerken, dass sie selbst etwas tun können, um gesünder und wieder fitter zu werden.
 
 
Medikamentöse Neueinstellung
 
Wir konnten beobachten, dass nach ca. 6 Wochen viele Patienten eine neue medikamentöse Einstellung in einer entsprechenden Fachklinik erhalten haben. Die bisherige Dopamingabe wurde gesenkt. Daher sollten die Teilnehmer unbedingt mit Ihrem Neurologen darüber sprechen, dass sie an der Neurotango®-Therapie teilnehmen. Normalerweise gehen Ärzte ansonsten von einer Desensibilisierung des Patienten aus. Dies wäre der normale Verlauf der degenerativen Erkrankung und verleitet die Mediziner oft die Dosis zu erhöhen. Die Teilnehmer scheinen aber genau den gegenteiligen Effekt aufzuweisen.
 
 
Wie hilft Neurotango® bei neurologischen Erkrankungen und bei welchen ist das Training anwendbar?
 
Die Musik stimuliert die Basalganglien. Das sind die Bereiche im Gehirn, wo die Nervenzellkörper liegen, die für die schnelle und koordinierte Regulation von Abläufen unbewusster, feinmotorischer Bewegungen zuständig sind. Sie sorgen also unter anderem dafür, dass wir mühelos und flüssig gehen, statt schwerfällig und stockend. Die Musik fungiert als Impulsgeber, wobei der Takt wie ein Hirnschrittmacher wirkt. Über die bewusste Wahrnehmung kann die Musik so zum Wiedererlernen verloren gegangener Bewegungsmuster führen - wie zum Beispiel sicher zu Gehen.
 
Das Gehen bei den an Parkinson leidenden Patienten wird wieder harmonischer und selbstbewusster, die Körperhaltung wird aufrechter und eine gesunde Körperspannung stellt sich ein. Die ganze Ausstrahlung der Teilnehmer verändert sich positiv. Sie wirken lebendiger und wacher, und das empfinden sie mit großer Freude auch selbst.
 
Neurotango® verbessert also viele der motorischen Symptome der Parkinson'schen Erkrankung. Das bedeutet im Einzelnen, die Schritte werden größer, viel sicherer und es gibt seltener "freezing". Unter "freezing" versteht man das "Einfrieren" der Bewegung, das für die Erkrankung typisch ist.
 
Das alles führt zu einem harmonischeren Bewegungsablauf, zu einem sichereren Gehen und somit sinkt auch das Sturz- und Verletzungsrisiko der Patienten und Patientinnen im Alltag.
 
Auch bei Teilnehmern mit Multipler Sklerose, Polyneuropathie, oder nach Schlaganfall kann sich das Empfinden für das eigene Gleichgewicht verbessern.
 
Ganz allgemein verbessern sich, völlig unabhängig von der Erkrankung, bei allen Teilnehmern:
 
- die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen (Kognition),
 
- die Stimmung und
 
- die Motivation, neue - oder überhaupt Dinge - anzugehen (Antrieb).
 
Auch den sogenannten "Aktivitäten des täglichen Lebens", den ADL, wie Körperpflege, ankleiden, putzen, kochen, die gerade bei Demenz langsam nachlassen, können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder selbstständiger nachgehen. Dadurch lässt sich eine eventuelle Pflegebedürftigkeit verringern, herausschieben oder sogar vermeiden.
 
Depressive Symptome werden abgemildert. Bei vielen neurologischen Erkrankungen, wie beispielsweise bei Parkinson, beginnender Demenz, Multipler Sklerose, Epilepsie und Schlaganfällen können die depressiven Symptome mehr und mehr nachlassen.
 
Sollten Sie noch Fragen haben zur Indikation bei anderen als den angegebenen Erkrankungen und Symptomen, können Sie sich gern per E-Mail an Lucia Brunson wenden:
 
l.brunson@neurotango-therapie.de
 
Sie ist zertifizierte Neurotango®-Trainerin und Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Neurologie in Witten/Herdecke.

Lucia Brunson
 
Sie ist zertifizierte Neurotango®-Trainerin und Ärztin in Weiterbildung zur Fachärztin für Neurologie in Witten/Herdecke.

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